Algen im Süßwasseraquarium | Erkennen, Ursachen finden und bekämpfen

21. Oktober 2025

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Fadenalgen im Süßwasseraquarium

Algen im Süßwasseraquarium

Algen im Süßwasseraquarium – kaum ein anderes Thema beschäftigt Aquarianer so sehr wie die Ursachen und Bekämpfung dieser hartnäckigen Begleiter.
Ob Grün-, Faden- oder Kieselalgen – sie trüben nicht nur das Wasser, sondern auch die Freude am eigenen Aquarium.
In diesem Artikel geht es ausschließlich um Algen im Süßwasseraquarium:
Wir zeigen dir, woher sie kommen, wie du ihre Ursachen erkennst und wie du sie zielsicher bekämpfst und beseitigst, damit dein Aquarium dauerhaft klar, stabil und algenfrei bleibt.

Algen entstehen in der Regel durch Ungleichgewichte im biologischen System – etwa bei Licht, Nährstoffen, CO₂ oder Wasserwerten.
Wer die Ursachen für Algen versteht, kann sie gezielt und nachhaltig bekämpfen, anstatt nur Symptome zu beseitigen.

Mit fundiertem Wissen, gesunden Pflanzen und einer abgestimmten Technik lässt sich das Problem effektiv lösen.
Dieser Artikel liefert dir alle wichtigen Informationen zur Ursachenforschung, Algenbekämpfung und Prophylaxe – für ein stabiles, natürliches und algenfreies Süßwasseraquarium. 🌿🐠

Algen im Süßwasseraquarium Salat
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Algen als Salat

Die Evolution der Algen

Algen auf der Welt
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Evolution der Algen im Aquarium

Die Evolution der Algen begann vor rund 3,5 Milliarden Jahren.
Als eine der ersten Lebensformen besiedelten Cyanobakterien – von uns Aquarianern meist als Blaualgen bekannt – die Urmeere und legten damit den Grundstein für alles Leben auf unserem Planeten.

Diese frühen Organismen besitzen, wie Bakterien, keinen Zellkern und zählen daher zu den Prokaryoten.
Trotz ihrer einfachen Struktur verfügen sie über Chlorophyll.
Damit nutzen sie Lichtenergie, um aus Licht, Wasser und Kohlendioxid energiereichen Zucker zu bilden – den Baustein allen Lebens.

In den folgenden 2,5 Milliarden Jahren entstanden unzählige Algenarten, die die Erde buchstäblich grün überzogen und das Leben im Wasser wie an Land ermöglichten.
Erst vor etwa 500 Millionen Jahren entwickelten sich aus ihnen die höheren Pflanzen, die bis heute die Chlorophyll-Pigmente in sich tragen, um den fortwährenden Prozess der Photosynthese zu vollziehen – einen stillen Kreislauf aus Licht, Wasser und Energie, der unser Leben bis heute erhält.

Durch diesen Prozess wurde über Millionen Jahre hinweg immer mehr Sauerstoff freigesetzt.
Vor rund zwei Milliarden Jahren bildete sich dadurch die Atmosphäre – jene schützende Hülle, die das Leben auf der Erde erst möglich machte.

Wir verdanken den Algen somit im wahrsten Sinne des Wortes alles Leben auf diesem Planeten.
Mit ihrer enormen Anpassungsfähigkeit überstanden sie Meteoriteneinschläge, Eiszeiten und Vulkanausbrüche – und entwickelten sich immer weiter.

Kein Wunder also, dass diese kleinen Überlebenskünstler auch heute noch so manchen Aquarianer zur Weißglut treiben können. 🪸🌿

Algen im Süßwasseraquarium Cyano-Bakterien
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Algen im Aquarium Cyanobakterien

Ursachenforschung Alge

Viele Aquarianer glauben man könne einer Algenproblematik mit Algenmitteln begegnen oder Fische in das Aquarium setzen, die die Algen fressen. Bis zu einem gewissen Grad mag letzteres zutreffen, aber es löst die Ursache nicht.

Grünalgenkultur zeigt die Algenbildung in der Petrischale
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Grünalgenkultur zeigt die Algenbildung in der Petrischale

Algen haben immer eine Ursache.

Sie treten meist dann auf, wenn im biochemischen Gleichgewicht des Aquariums ein Ungleichgewicht oder Mangel besteht.

Je nach Algengruppe und Wasserwerten lässt sich die Ursache oft schnell eingrenzen:
Ein hoher Silikatgehalt deutet auf Kieselalgen hin, während Rotalgen meist durch übermäßige Nährstoffkonzentrationen begünstigt werden.

In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die häufigsten Algengruppen im Aquarium – und darauf, wie man sie erkennt, vermeidet oder bekämpft.
Denn obwohl es unzählige Algenarten gibt, spielt nur ein kleiner Teil in der Aquaristik tatsächlich eine Rolle.
Die meisten sind für uns Aquarianer weder sichtbar noch problematisch – doch einige wenige können das biologische Gleichgewicht empfindlich stören.

Um Algen und ihr Wachstum besser zu verstehen, hilft ein Blick in die Natur.
Ich bin in Minden (Westfalen) aufgewachsen, unweit der Bastau, einem kleinen Nebenfluss der Weser.
In ihrem Ober- und Mittellauf fließt sie durch Wiesen und Felder, umgeben von dichter Ufervegetation und vielen Wasserpflanzen.
Diese Pflanzen entziehen dem Wasser Nährstoffe und sorgen dafür, dass die Bastau kaum Algenwuchs zeigt.

Das lässt sich direkt auf unsere Aquarien übertragen:
Becken mit vielen, schnell wachsenden Pflanzen und einem stabilen Nährstoffhaushalt bieten Algen kaum Chancen.
In Aquarien mit langsamer oder spärlicher Bepflanzung sind dagegen andere Maßnahmen nötig, um eine Algenblüte zu verhindern.

👉 Schauen wir uns nun an, welche Wasserparameter bei den verschiedenen Algengruppen entscheidend sind.

Gewässer mit Pflanzen
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Gewässer mit Pflanzen

Das Licht

Wie alle Pflanzen benötigen auch Algen Licht, um zu wachsen.
Sie enthalten Chlorophyll, das besonders auf blaue und rote Spektralbereiche des Lichts anspricht.

Während pflanzliche Grünpflanzen vor allem das rote Spektrum für die Photosynthese nutzen, haben Algen eine besondere Fähigkeit:
Sie können auch Energie aus dem blauen Spektrum gewinnen – und in einigen Fällen sogar aus dem grünen Spektralbereich.

Diese Eigenschaft macht Algen in vielen Aquarien besonders konkurrenzfähig, da sie mehr Lichtquellen nutzen können als die meisten Wasserpflanzen.

Verlauf der Chlorophyllkurven
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Verlauf der Chlorophyllkurven

Es ist daher empfehlenswert, das Lichtspektrum so anzupassen, dass es das Pflanzenwachstum fördert und gleichzeitig die Algenwachstums-fördernden Spektralbereiche reduziert werden.

Mit modernen LED-Techniken, wie z. B. der Scaping Light Biotop Plus LED, und einer passenden Steuerungseinheit ist dies problemlos möglich.

An dieser Stelle sei jedoch betont:
Ein solches optimiertes Spektrum macht nur dann Sinn, wenn im Aquarium schnell wachsende Stengelpflanzen in ausreichender Menge gepflegt werden.

Wer jedoch ein solches Spektrum auf ein Cichlidenaquarium mit Anubien und Javafarnen anwendet, wird schnell feststellen, dass der Effekt nach hinten losgehen kann.
Denn: Nur wenn die Bepflanzung in der Lage ist, Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat schnell aus dem Wasser zu entziehen, tritt ein prophylaktischer Effekt ein, der Algenwachstum wirkungsvoll vorbeugt.

Biotop plus Pflanzenspektrum
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Biotop plus Pflanzenspektrum

Aquarium LED Technik ermöglicht viel mehr

Moderne LED-Technik ermöglicht es heute, gezielt in das Lichtspektrum einzugreifen und die Beleuchtung optimal an die Bedürfnisse des Aquariums anzupassen.
Dabei spielt nicht nur die Lichtmenge, sondern vor allem die Zusammensetzung des Spektrums eine entscheidende Rolle.

In meiner aquaristischen Laufbahn habe ich mit vielen Beleuchtungssystemen experimentiert – sowohl an eigenen Becken als auch in Kundenaquarien.
Immer wieder zeigte sich, dass sich durch gezielte Lichtoptimierung das Wachstum von Pflanzen und Algen aktiv beeinflussen lässt – im positiven wie im negativen Sinn.

Ein häufig diskutiertes Thema ist die Beleuchtungsdauer.
Ich orientiere mich seit Jahren an einem naturnahen Tag-Nacht-Rhythmus von etwa 10 bis 11 Stunden.
Während dieser Zeit läuft das Licht konstant, ohne längere Pausen.
Die oft gehörte Aussage, ein Aquarium könne nie genug Licht bekommen, kann ich aus Erfahrung nicht bestätigen.
Zu intensive Beleuchtung kann die Zellstrukturen von Pflanzen und Korallen schädigen und das biologische Gleichgewicht empfindlich stören.

Auch im Vergleich zur Natur zeigt sich: In den Tropen und Subtropen wechseln die Lichtphasen regelmäßig durch Trocken- und Regenzeiten, Gewitter oder Wolkenbewegungen.
Im Aquarium hingegen herrscht meist konstantes Licht – praktisch, aber wenig natürlich.

Moderne Steuerungen wie der GHL ProfiLux oder der Scaping-Light Tageslichtsimulator können heute Wettereffekte und Tagesverläufe realistisch simulieren.
Wichtig ist, Dunkelphasen nicht zu lang zu programmieren und das Verhältnis von Licht und Schatten sinnvoll auszubalancieren.

Denn ob zu schwach oder zu stark – erst das richtige Spektrum sorgt für gesundes Pflanzenwachstum und ein stabiles, algenfreies Aquarium.

Scaping-Light Biotop plus
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Scaping-Light Biotop plus

CO2 Versorgung

Pflanzen und Algen bestehen zu einem großen Teil aus Kohlenstoff.
Diesen gewinnen sie aus dem im Wasser gelösten Kohlenstoffdioxid (CO₂).

Wird ein Aquarium jedoch nicht ausreichend mit CO₂ versorgt, haben Algen einen deutlichen Vorteil.
Sie sind in der Lage, auch aus sehr geringen Konzentrationen effizient Kohlenstoff aufzunehmen, während Pflanzen in ihrem Wachstum schnell stagnieren.

Die Folge:
Algen wachsen rascher, breiten sich flächig aus und übernehmen so oft die Dominanz im Aquarium.
Ein unausgewogener CO₂-Gehalt gehört daher zu den häufigsten Ursachen für unerwünschtes Algenwachstum.

CO2-Tabelle
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CO2-Tabelle

Dern Umgang mit CO2 im Aquarium

Wenn im Aquarium schnell wachsende Pflanzen gepflegt werden, sollte der CO₂-Gehalt bei etwa 20–30 mg/l liegen.
Zwar enthält jedes Becken einen natürlichen CO₂-Grundwert, doch dieser reicht meist nicht aus, um das Pflanzenwachstum optimal zu fördern.

Fehlt CO₂, können Pflanzen die im Wasser vorhandenen Nährstoffe nicht vollständig aufnehmen.
Algen hingegen nutzen das wenige CO₂ schneller und effizienter – sie wachsen kräftiger, während Pflanzen geschwächt werden.
So verschiebt sich das biologische Gleichgewicht, und Algen übernehmen die Oberhand.

Der CO₂-Gehalt hängt eng mit Karbonathärte (KH) und pH-Wert zusammen.
Eine CO₂-Tabelle hilft, den idealen Wert zu bestimmen.
Beispielsweise ergibt sich bei einer KH von 6 und einem pH von 6,9–7,0 ein Gehalt von etwa 20–30 mg/l.
Bei KH 10 liegt der optimale pH-Bereich bei 7,0–7,2.
Wichtig ist, dass diese Werte sowohl zu den Pflanzen als auch zu den Fischarten im Aquarium passen.

Eine CO₂-Steuerung ist besonders hilfreich, da sie bei sinkendem CO₂-Gehalt den steigenden pH-Wert erkennt und die Anlage automatisch aktiviert, bis der Sollwert erreicht ist.
So bleibt der CO₂-Gehalt konstant, das Pflanzenwachstum stabil und das Aquarium im biologischen Gleichgewicht.

Zu beachten ist jedoch:
Liegt die Karbonathärte unter 4 °dKH, kann der pH-Wert stark schwanken, da die Pufferkapazität zu gering ist.
In diesem Fall sollte der CO₂-Einsatz mit Bedacht erfolgen.

Ein gut abgestimmtes CO₂-System sorgt langfristig für gesunde Pflanzen, stabile Wasserwerte und ein algenfreies Aquarium.

Roter Neon im Aquarium
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Roter Neon im Aquarium mit JBL Taifun CO2-Reaktor

Nitrat, Phosphat und Silikat

Diese drei Stoffe – Silikat, Nitrat und Phosphat – spielen in unseren Aquarien eine entscheidende Rolle, wenn es um das Entstehen von Algen geht.

Silikat dient vor allem als Hauptnahrungsquelle für Kieselalgen.
Gerät dieser Wert aus dem Gleichgewicht, vermehren sich Kieselalgen oft explosionsartig – vor allem in neu eingerichteten Becken oder in Bereichen mit hohem Silikatanteil im Leitungswasser.

Nitrat und Phosphat dagegen sind die Schlüsselparameter für nahezu alle anderen Algengruppen.
Beide entstehen hauptsächlich durch Futterreste, Fischkot und abgestorbene Pflanzenteile.
Steigen ihre Konzentrationen über ein gesundes Maß hinaus, finden Algen darin ideale Wachstumsbedingungen.

Ein ausgewogenes Verhältnis dieser Stoffe ist daher entscheidend, um das biologische Gleichgewicht im Aquarium zu erhalten – und um Algenproblemen langfristig vorzubeugen.

Doch woher kommen diese Stoffe?

Silikat ist oft schon im Leitungswasser vorhanden. Gegenden wie z.B. das nördliche Rheinland sind berüksichtigt für einen hohen Silikatgehalt. Durch meine vielen Kontakte ins ganze Bundesgebiet habe ich immer wieder mit Aquarianern aus Gegenden zu tun, die über Kieselalgen klagen. Ein solches Gebiet ist das nördliche Rheinland. Sowohl in Monheim, Neuss wie auch in Düsseldorf habe ich Silikatwerte von bis zu 35 mg/l gemessen. Weiter nördlich um Xanten herum wurde mir immer noch von Werten um die 15-20 mg/l berichtet. Das Silikat kommt hier vornehmlich aus dem Grundwasser. Nach Trinkwasserverordnung ist der Grenzwert für uns Menschen bei allen drei Stoffen weit höher als er unseren Aquarien gut tut.

JBL Silikat-Ex
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JBL Silikat-Ex

Silikat lässt sich relativ einfach durch geeignete Filtermedien aus dem Wasser entfernen – oder es wird von Kieselalgen selbst verbraucht.
Das erklärt, warum diese Algen in frisch eingerichteten Aquarien oft besonders stark auftreten und nach einigen Wochen wieder verschwinden:
Sobald sie das vorhandene Silikat aufgebraucht haben, gehen ihre Bestände von allein zurück.

Ich selbst nutze das JBL Silikat-Ex Rapid, da es mit einer Bindekapazität von 23.000 mg/l besonders leistungsfähig ist.
So lässt sich der Silikatwert im Aquariumwasser effektiv senken und das Risiko eines Kieselalgenbefalls deutlich reduzieren.

Wir geben also – ohne es zu merken – oft die Hauptnährstoffe der Algen direkt über unser Leitungswasser in das Aquarium.
Darum lohnt es sich, beim regionalen Wasserversorger die aktuellen Werte zu erfragen oder das Wasser mit einem Testset selbst zu prüfen.

JBL Bio Nitrat Ex
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JBL Bio Nitrat Ex

🧪 Phosphat & Nitrat – die unsichtbaren Nährstoffquellen

Nitrat und Phosphat zählen zu den wichtigsten Nährstoffen im Aquarium – und zugleich zu den häufigsten Ursachen für Algenwachstum.
Steigen ihre Werte über das natürliche Maß hinaus, gerät das biologische Gleichgewicht ins Wanken.

Ist der Nitratwert zu hoch, kann man ihn gezielt herausfiltern.
Ich nutze dafür gerne JBL Bio-NitratEx, das den Nitratgehalt auf biologische Weise reduziert.
Es fördert Bakterien, die den im Nitrat enthaltenen Sauerstoff für ihre Atmung nutzen.
Dabei entsteht gasförmiger Stickstoff, der einfach aus dem Wasser entweicht – das Nitrat wird also regelrecht ausgegast.
Diese Methode eignet sich besonders für pflanzenarme Becken oder Aquarien mit langsam wachsenden Pflanzen wie Anubien, Echinodoren oder Javafarn.

Eine alternative, aber radikalere Methode ist der Einsatz von Ionentauschharzen.
Sie entfernen Nitrat, geben aber Chlorid-Ionen ab, die in größeren Mengen ins Wasser gelangen.
Daher sollten solche Harzfilter nur kurzzeitig verwendet werden, um eine Überreinigung zu vermeiden.

Auch Phosphat gelangt häufig über das Leitungswasser oder über Futterreste ins Aquarium.
Fast alle Futtersorten enthalten Phosphat, das sich besonders bei starker Strömung schnell löst.
Ein einfacher Versuch zeigt das deutlich:
In zwei Röhrchen mit destilliertem Wasser und Fischfutterflocken verfärbt sich das geschüttelte Röhrchen deutlich schneller.

Deshalb empfiehlt es sich, den Filter während der Fütterung 5–8 Minuten abzuschalten.
So gelangt weniger Phosphat ins Wasser.
Ich habe mit JBL Plankton Pur, JBL Premium Futter und den Organix-Sorten von Söll die besten Erfahrungen gemacht – sie sind phosphatreduziert und besonders schonend für das Aquarium.

⚙️ Filtertechnik & Nährstoffkontrolle

Viele moderne Aquariumcomputer oder Pumpensteuerungen bieten eine Futterpausenfunktion, mit der sich Strömung und Filterung während der Fütterung automatisch unterbrechen lassen. So bleibt das Futter länger an der Oberfläche und wird effizienter aufgenommen.

Liegt der Phosphatgehalt im Aquarium oder im Frischwasser zu hoch, empfehle ich den Einsatz von phosphatbindenden Filtermedien – beispielsweise JBL PhosEx Ultra oder vergleichbare Produkte.

Diese binden das Phosphat chemisch, sodass es anschließend durch den Austausch des Filtermaterials einfach entfernt werden kann.

🌿 Nitrat – das Endprodukt des Stickstoffkreislaufs

Nitrat entsteht im Aquarium durch den biologischen Abbauprozess von Ammonium über Nitrit zu Nitrat – es ist also das Endprodukt des Stickstoffkreislaufs.
Jeder Filter stößt diesen Stoff kontinuierlich aus.

Der natürlichste Weg, Nitrat abzubauen, ist ein gesunder Pflanzenbestand.
Pflanzen nutzen Nitrat als wichtigen Nährstoff und entziehen es dem Wasser – damit senken sie den Nitratwert und fördern gleichzeitig ein stabiles biologisches Gleichgewicht.

Das Miniumumgesetz / Motor des Stoffwechselkreislaufs

Miniumgesetz Algen im Aqaurium
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Miniumgesetz Algen im Aqaurium

DasLliebsche Pflanzengesetz oder auch Minimungesetz (1828 von Carl Sprengel veröffentlicht und später von Justus von Liebig popularisiert) beschreibt die ganzheitliche Nährstoffversorgung von Pflanzen. Dabei begrenzt die Ressource, die am geringsten vorhanden ist das gesamte Pflanzenwachstum. Das hier abgebildete Fass ist ein schönes Sinnbild zur Verdeutlichung dieses einfachen Gesetzes. Eine jede Gaube des Fasses (siehe vorherige Grafik) steht für eine Ressource. Ist eine Gaube/Ressource nur in verkürzter/verminderter Form vorhanden, kann das Fass nie voll werden und die Pflanze entsprechend nie ihr volles Potential entfalten.

Algenprophylaxe durch optimales Pflanzenwachstum

Damit unsere Pflanzen als Motor des Stoffwechselkreislaufs im Aquarium funktionieren, müssen sie ganzheitlich versorgt werden.
Nur wenn sie gesund wachsen, können sie den Nährstoffen, die sonst den Algen zur Verfügung stünden, aktiv entgegenwirken.

Zur optimalen Pflanzenpflege gehören neben dem richtigen Licht – sowohl in Menge als auch im Spektrum – auch die passenden Wasserwerte und Nährstoffe.
Wichtige Elemente wie Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor bilden die Grundlage für kräftigen Wuchs und leuchtende Farben.

Die Düngung sollte dabei gleichmäßig und kontinuierlich erfolgen, um Schwankungen zu vermeiden.
Ich selbst nutze das JBL-Düngesystem:
Beim Wasserwechsel kommt der Ferropol Volldünger zum Einsatz, während der Ferropol 24 Tagesdünger den täglichen Bedarf abdeckt.
So entsteht eine konstante, ausgewogene Nährstoffversorgung – ohne Gefahr einer Unterversorgung.

Am Ende gilt die einfache, aber bewährte Regel: Ein starkes Pflanzenwachstum ist die beste Algenprophylaxe. 🌿✨

Wasserwerte messen höchst präzise und einfach

Neben einem normalen Wassertestkoffer besteht auch für uns Aquarianer die Möglichkeit mit einem elektronischen Photometer in laborähnlicher Qualität zu messen. Mit dem Söll Aquacheck Photometer ist dies problemlos möglich. Gerade wer viele Aquarien hat und schnelle Ergebnisse möchte ist mit diesem Artikel bestens ausgestattet.

Keine Norm für Wasserwechsel

Als Fachberater für Aquaristik & Aquarienbau werde ich häufig gefragt, wie viel Wasser man wechseln sollte.
Eine pauschale Antwort darauf gibt es jedoch nicht.

Der Wasseraustausch ist zweifellos wichtig, um Schadstoffe und Anreicherungen im Aquarium zu reduzieren.
Doch ein zu häufiger Teilwasserwechsel kann ebenso kontraproduktiv wirken – nämlich dann, wenn über das Frischwasser mehr Nitrat, Phosphat oder Silikat ins Becken gelangt, als den Tieren und Pflanzen guttut.
Das gilt insbesondere für Aquarien mit geringem Besatz, bei denen der Stoffwechsel ohnehin langsam abläuft.

Meine persönliche Faustformel lautet:
👉 Eine Handbreite mit leicht abgespreiztem Daumen – das ist mein Richtwert für den regelmäßigen Wasserwechsel.
Bei kleineren Aquarien darf es etwas mehr sein, bei größeren Becken entsprechend weniger.

Ist das Leitungswasser unbelastet, genügt meist ein Wasserwechsel alle 1–2 Wochen.
Liegt der Silikatwert oder die Nährstoffkonzentration höher, empfiehlt es sich, den Turnus zu verlängern oder das Frischwasser vorher zu prüfen.

Jedes Aquarium reagiert individuell, daher sollte auch der Wasserwechsel immer an die eigene Beckensituation angepasst werden.
Etwas Beobachtungsgabe und die regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte helfen, ein Gespür dafür zu entwickeln, welcher Rhythmus optimal ist.
Mit der Zeit entsteht so ein Gefühl für die Balance – zwischen Frische, Stabilität und natürlichem Gleichgewicht.

Algengruppen

Nachdem wir nun einiges uns über die Geschichte und Ursachen bzw. Algenprophylaxe von Algen angesehen haben möchte ich die wichtigsten Algengruppen einmal vorstellen und Tipps zur “Bekämpfung“ geben.

Grünalgen

Zu den drei häufigsten Grünalgen im Aquarium zählen u.a. Punkt-, Faden- und Schwebealgen. Sie entstehen meist durch “falsches Licht“ und einem Nährstoffüberschuss. In bepflanzten Aquarien fehlt es oft an schnell wachsenden Pflanzen, die den Algen als Nahrungskonkurrenten gegenübertreten.

Oft habe ich festgestellt dass insbesondere bei sehr schnell wachsenden Fadenalgen oft eine zu starke Wasserumwälzung vorhanden ist. Nicht nur dass die Fadenalgen zum einen die Strömung bevorzugen, zum anderen wird durch eine zu starke Durchströmung oftmals CO2 ausgetrieben dass von den Pflanzen dringend benötigt wird. Grünalgen sind Anpassungsspezialisten, die mit weit weniger CO2 auskommen und trotzdem ein enormes Wachstum aufweisen können.

Fadenalgen

Fadenalgen kann man am besten begegnen indem man die Wasserwerte ins Lot bringt und sie, sofern möglich mechanisch entfernt. Eine Reduktion der Strömung kann ebenfalls von Nutzen sein, da Fadenalgen Fließgewässer bevorzugen.

Fadenalgen im Teich / See
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Fadenalgen im Teich / See

Punktalgen

Im Gegensatz zu den extrem schnell wachsenden Fadenalgen hat der ein oder andere Aquarianer es auch mit Punktalgen zu tun, die sich auf der Dekoration und bevorzugt auf Blättern ansiedeln. Sie wachsen langsamer wie viele andere Algen und sind in der Bekämpfung hartnäckig. Oft hilft hier nur eine mechanische Entfernung einzelner Blätter bis ganzer Pflanzen und die schon mehrfach erwähnte Optimierung des Bewuchses.

Schwebealgen

Schwebealgen sind das optische Chaos im Aquarium, sie verbreiten sich unheimlich rasant und färben das Wasser extrem grün. Nicht nur dass das Aquarium äußerst unattraktiv wirkt (ein Kind hat mir mal gesagt, sein Aquarium wäre verzaubert worden), sie nehmen auch den Pflanzen viel Licht weg. So chaotisch ein Aquarium mit Schwebealgen auch aussehen mag, kaum eine Alge ist einfacher zu bekämpfen wie die Schwebealgen. Ein Problem im Zusammenhang mit dieser Algenart ist, dass man sie sich recht einfach einfangen kann, z.B. beim Neubesatz mit Fischen und Pflanzen. Eine geringe Menge in der Feuchtigkeit genügt um sie einzuschleppen. Die Ausbreitung erfolgt anschließend, selbst unter widringsten Bedingungen von alleine.

JBL Cristal Profi UVC Klärer
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JBL Cristal Profi UVC Klärer

Schwebealgen sicher bekämpfen

Ein UV-C-Klärer ist ein wirkungsvolles Mittel gegen grünes oder trübes Wasser im Aquarium.
Er steht in verschiedenen Leistungsklassen zur Verfügung und kann so an die jeweilige Beckengröße angepasst werden.

Das Prinzip ist einfach:
Das Aquariumwasser wird durch ein Gehäuse geleitet, in dem sich eine UV-C-Röhre befindet.
Das Licht tötet Schwebealgen, Keime und Parasiten ab, ohne chemische Zusätze.
Der Klärer wird in den Filterkreislauf integriert, sodass das belastete Wasser kontinuierlich durch die UV-C-Zone fließt.

Um die abgetöteten Algensporen effizient zu entfernen, empfiehlt es sich, zusätzlich ein feines Filtervlies – etwa JBL Symec Micro – in den Filter einzusetzen und ein Bindemittel wie JBL Clerol zuzugeben.
Dieses verklumpt die gelösten Partikel, die anschließend im Vlies hängen bleiben.
Das Filtermaterial sollte regelmäßig – etwa alle 24 bis 36 Stunden – überprüft und bei Bedarf ersetzt werden, um den Durchfluss stabil zu halten.

In der Akutphase läuft der UV-C-Klärer idealerweise durchgehend 24 Stunden am Tag.
Für den Dauerbetrieb reichen meist zwei bis vier Zyklen à 1–2 Stunden pro Tag aus.
Wichtig ist ein maßvoller Einsatz, denn das Gerät reduziert nicht nur schädliche, sondern auch nützliche Mikroorganismen im Wasser.

Gerade bei empfindlicheren Fischen sollte man behutsam vorgehen und den Übergang zwischen entkeimtem und unbehandeltem Wasser langsam gestalten.
Denn wie so oft gilt:
Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht – sondern gut gemeint.

Intervallschaltung mit GHL ProfiLux 4
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Intervallschaltung mit GHL ProfiLux 4

Rotalgen

Rotalgen bevorzugen eher hartes als weiches Wasser und sind in der Lage das Wasser biologisch zu entkalken, das bedeutet, dass wenn der CO2-Gehalt aufgezehrt ist, die Alge in der Lage ist den im Hydrogenkarbonat gebundenen Kohlenstoff zu nutzen. In Folge dessen steigt der pH-Wert weiter an und Pflanzen, die den Algen entgegen wirken können, werden in Ihrem Wachstum behindert bis sie Schaden nehmen und absterben.

Sofern es mit dem Fischbesatz vereinbar ist, sollte bei einem Rotalgenbefall (z.B. Pinsel- und Bartalgen) die Karbonathärte abgesenkt und vermehrt CO2 zugegeben werden. Gleichzeitig kann eine mechanische Entfernung betroffener Blätter und der Einsatz von algenfressenden Schnecken, Garnelen und Fischen von Hilfe sein.

Algenbefall auf Anubien
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Algenbefall im Aquarium auf Anubien

Blaualgen / Cyanobakterien

Blaualgen, auch bekannt als Cyanobakterien, gehören zu den hartnäckigsten Plagen im Aquarium.
Sie treten häufig in Becken mit erhöhten Nitrat- oder Phosphatwerten auf, können aber auch bei völlig normalen Wasserwerten entstehen.

Kommt es zu einem Befall, sollte man schnell handeln.
Zunächst gilt es, die Wasserwerte genau zu prüfen – insbesondere Nitrat und Phosphat.
Sind diese erhöht, helfen geeignete Filtermedien, um sie zu senken.
Anschließend sollten die sichtbaren Blaualgenbeläge mechanisch entfernt werden.

Da jedoch immer Rückstände bleiben, ist der nächste Schritt entscheidend:
Das Aquarium sollte für sechs Tage vollständig abgedunkelt werden.
Das Licht bleibt aus, und das Becken wird so abgedeckt, dass kein Tageslicht eindringt.
Während dieser Zeit werden CO₂-Anlage, Düngung und Fütterung pausiert.
Sowohl Pflanzen als auch Fische überstehen diese Phase problemlos – auch in der Natur gibt es nahrungsarme Zeiten.

Am sechsten Tag wird das Licht wieder eingeschaltet und ein großer Wasserwechsel (70–80 %) durchgeführt, der am achten Tag wiederholt wird.
Ein Wasseraufbereiter schützt dabei die Schleimhäute der Tiere.
Sehr hilfreich ist zudem eine Überdosis Bakterienstarter (z. B. JBL Denitrol) nach dem zweiten Wasserwechsel.
Cyanobakterien reagieren empfindlich auf Veränderungen des bakteriellen Gleichgewichts und lassen sich so nachhaltig verdrängen.

Zur Vorbeugung haben sich Seemandelbaumblätter bewährt – sie wirken natürlich bakterienhemmend und unterstützen ein stabiles, gesundes Aquarium.

Algen Cyanos unterm Mikroskop
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Algen und Cyanos unterm Mikroskop

Algenfressser im Aquarium oder Algenmittel einsetzen?

Viele Aquarianer setzen bei der Algenbekämpfung auf Fische, Garnelen oder Schnecken – und auch der Zoofachhandel bewirbt zahlreiche „natürliche Helfer“.
Das ist grundsätzlich nicht falsch, führt aber leicht zu einem Irrglauben: Diese Tiere können Algen reduzieren, aber sie sind nicht die dauerhafte Lösung des Problems.

Arten wie Garra, verschiedene Lebendgebärende, Welse oder Garnelen tragen dazu bei, Algenbeläge zu minimieren.
Doch ohne stabile Wasserwerte und gesunde Pflanzen bleibt die Wirkung nur vorübergehend.

Auch Algenmittel können helfen, vor allem in pflanzenarmen Aquarien. Produkte wie Söll Algosol wirken als Photosynthese-Blocker, indem sie die Lichtaufnahme der Algen im Bereich von etwa 480–670 nm hemmen. Dadurch wird das Wachstum der Algen massiv gestört.

Ich selbst habe damit in Barschaquarien und Welsbecken gute Ergebnisse erzielt.
Laut Hersteller lässt sich das Mittel auch in Pflanzenaquarien einsetzen, da Algen Licht deutlich einfacher verwerten als höhere Pflanzen.

Trotzdem gilt: Algenfresser und Algenmittel bekämpfen nur das Symptom, nicht die Ursache. Ich vergleiche es gern mit Zahnschmerzen – eine Tablette lindert den Schmerz, doch nur der Zahnarzt beseitigt die Ursache. Wartet man zu lange, wird es schlimmer.

Genauso ist es im Aquarium: Algen entstehen durch Ungleichgewichte – etwa bei Licht, Nährstoffen oder CO₂.
Wer diese Ursachen erkennt, regelmäßig Wasserwerte prüft und auf gesunden Pflanzenwuchs setzt, schafft ein stabiles System, in dem Algen kaum Chancen haben.

Oticinclus fressen gern Aufwuchs und Algen
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Oticinclus fressen gern Aufwuchs und Algen

Messen ist besser als heilen

Es war, so meine ich, Dr. Beansch, der Gründer der Tetra-Werke, der einst sagte:

„Ein Aquarianer, der seine Wasserwerte nicht kennt, ist blind.“

Kaum ein Satz trifft die Wahrheit unseres Hobbys besser.
Denn oft glauben wir, dass im Aquarium alles in bester Ordnung ist – doch die Wasserwerte verraten häufig schon lange vor sichtbaren Problemen, dass etwas aus dem Gleichgewicht gerät.

Ein Kollege brachte mir einmal eine Wasserprobe von einem Kunden mit.
Das Becken war erst vier Tage in Betrieb, doch der Silikatgehalt lag bei fast 10 mg/l.
Ich wusste sofort, was folgen würde: eine Kieselalgenblüte.
Der Kunde bestätigte meine Vermutung – auf dem Bodengrund und den Steinen zeigte sich bereits ein brauner Belag.

Hätte er das Leitungswasser vor der Einrichtung gemessen, hätte man frühzeitig reagieren können – etwa mit Osmosewasser und einer Silikat-Ex-Filterung.
So einfach hätte sich die spätere Algenblüte vermeiden lassen.

Diese Erfahrung lässt sich auf viele andere Probleme übertragen.
Wolfgang Grupp, Inhaber der Trigema-Werke, formulierte es einmal treffend:

„Wer ein Problem löst, solange es noch klein ist, hat keine großen Probleme.“

Auch in der Aquaristik gilt:
Regelmäßige Kontrolle und Beobachtung sind der Schlüssel.
In der Startphase empfiehlt es sich, die wichtigsten Wasserwerte alle 1–2 Tage, später alle 2–4 Wochen (am besten vor dem Wasserwechsel) zu prüfen.
So bleibt das Aquarium stabil – und Probleme werden erkannt, bevor sie entstehen.

JBL Test Combi Set Wassertestkoffer
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JBL Test Combi Set Wassertestkoffer

Wichtiges in kürze

  • Nitrit

  • Ammonium

  • Phosphat

  • Nitrat

  • Silikat

  • Eisen

  • Gesamthärte (GH)

  • pH-Wert

  • Karbonathärte (KH)

Abschließend möchte ich eine kleine, zusammenfassende Übersicht schaffen, welche Ursachen wie bekämpft werden können.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Punkte dieses Beitrags zusammen

Algengruppen
Mögliche Ursachen
Mögliche Lösungen
Fadenalgen, Punktalgen Nitrat- und Phosphatanstieg, mangelnder Pflanzenwuchs, zu starke Fütterung Entfernung von Nitrat und/oder Phosphat, Anpassung der Filterleistung, Optimierung des Pfanzenwuchses. Einsatz von Algen fressenden Tieren (unterstützend). Lichtspektrum überprüfen ggf. anpassen
Schwebealgen Nitrat- und Phosphatanstieg. Schlechtes Pflanzenwachstum in Folge unzureichender Nährstoffversorgung Entferung von Nitrat- und/oder Phosphat, Einsatz eines UV-Klärers in Verbindung mit JBL Clearol und Filterflies. Lichtspektrum überprüfen und ggf.
anpassen.
Blaualgen Nitrat- und Phosphatanstieg. Schlechtes Pflanzenwachstum in Folge unzureichender Nährstoffversorgung Mechanische Entferung, Lichtentzug für 6 Tage, anschließend wie oben beschrieben 2 starke Wasserwechsel und Zugabe von Bakterienstarter z.B. JBL Denitrol
Kieselalgen Silikatgehalt feststellen Ggf. Reduktion des Wasserwechsel. Silikat herausfiltern oder Osmosewasser einsetzen und ggf. wieder aufhärten. Lichtspektrum überprüfen ffg. anpassen
Bart- und Pinselalgen Nitrat und Phosphatanstieg, zu hartes Wasser, zu geringer CO2-Gehalt, schlechtes Pflanzenwachstum Mechanisch entfernen, Wasserwerte optimieren, Nitrat und/oder Phosphat heruasfiltern, ggf. Zugabe von Osmosewasser, CO2-Zugabe optimieren, Lichtspektrum überprüfen ggf. anpassen.

Zum Schluss

Wenn Sie sich etwas mit dieser Thematik auseinandersetzen und die hier beschriebenen Wege in ihre Aquariumpflege einbauen, dann sollten auch Sie ein schönes Aquarium mit wenig bis keinem Algenbefall haben und unser gemeinsames Hobby vollends genießen können.

Ein anderer nicht ebenso interessanter Artikel zum Thema Algen im Aquarium hat unsere Partnerplattform Einrichtungsbeispiele veröffentlicht.

Bei Fragen und Anregungen stehe ich gern unter t.stenzel@aquarienkontor.de zur Verfügung.

Ihr Tim-R. Stenzel (Fachberater im Aquarienkontor)

Quellen:
Pflanzenkunde a la Kramer, (Kramer 2016, Tetra Verlag)
Beispielhafte Aquarien, (Paysan 1978, Tetra Verlag)
Algenfibel Aquarium (Kaufmann 2017, Dähne Verlag)
Wikipedia (Rotalgen, Cyanobakterien, biologische Entkalkung)

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